Fotografieren fürs Gemüt

Ein Sammelalbum

Blickwinkel

Die erste Seite meines neuen Buches empfängt mich mit einem Zitat von Hans Christian Andersen und ich fühle mich ertappt. Sinngemäß meint es, dass die Welt eine Ansammlung von Wundern ist, wir aber so knietief und engstirnig mittendrin stehen, dass wir sie als gewöhnliche Dinge betrachten. Als nicht der Rede wert, alltäglich, ja fast schon langweilig.

Nach einem an mir vorbei rauschenden Monat im Tunnel-Modus erinnert es mich einmal mehr daran, dass ich eine Wahl habe. Dass es darum geht, wie ich die Dinge betrachte und bezeichne. Wie ich hinsehe und worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke. Ob ich näher hinschauen und was für ein Bild ich (mir) machen will. Diese Wahl möchte in jedem Moment von mir getroffen werden und das Schöne ist: Ich kann mich in jedem Augenblick neu entscheiden. Immer wieder neu starten, egal was vorher war. So auch jetzt. Wie befreiend.