Fotografieren fürs Gemüt

Ein Sammelalbum

Fassade

Muster können Masken sein. Sie verhängen, was wir nicht zeigen wollen, weil wir denken, es ist nicht gut genug/hübsch genug/sozial akzeptiert/stark/was auch immer wir glauben. Das haben wir lebenslang gelernt, darin sind wir inzwischen Profis und in den meisten Fällen hat uns das auch gute Dienste geleistet. Aber was, wenn wir selber schon nicht mehr richtig sehen, was auf der anderen Seite der Maske ist? Wenn uns die Maske, das Muster schon so vertraut sind, das wir es gar nicht mehr bemerken? Und wenn es dann auch noch anstrengend ist, das immer so vor sich herzutragen, um ja nicht aufzufallen?

Dann lohnt auch hier genaueres Hinschauen. Dahintergucken. Fragen stellen. Abschütteln oder zumindest kurz ablegen, wenn es safe ist. Damit wir wieder klar sehen und klar gesehen werden (von denen, die das verdienen). Wir mögen nicht makellos und fehlerfrei, weder frisch renoviert noch taufrisch sein, aber ist das nicht herrlich? Schließlich vereint uns das alle und macht uns gleichzeitig besonders.
Da wird's doch gerade erst interessant.