Feierabend
Das Wort, was wir in der Regel mit einem gewissen erleichterten Ausatmen aussprechen. Die Arbeit ist getan, reicht für heute, Feierabend. Jetzt beginnt nach der Arbeit das Vergnügen, die Erholung, die private Freizeit. Im besten Fall. Im allerbesten Fall verlassen wir nicht nur physisch den Arbeitsort, sondern auch alle fleißigen jobbezogenen Gedanken unseren Kopf. Ein Traum. Absolute Ruhe, Freiheit, Müßiggang vom Feinsten. Passiert nur leider sehr selten. Jeden noch so kleinen Moment, der sich ansatzweise so anfühlt, gilt es darum ordentlich auszukosten. Ablegen, loslassen, aaah.
Denn dies sind, wie gesagt, die besten Fälle. So oft ist "Feierabend" ein schwammiges Konstrukt geworden, dank Heimbüro und Handyerreichbarkeit. Ach, ich mach' das noch schnell fertig, schau noch mal schnell... hab's ja mit nach Hause genommen, gedanklich sowieso. Oder nach der Erwerbsarbeit geht die eigentliche Arbeit zu Hause erst los, türmen sich ToDos und Notwendigkeiten. Und wieso verbinde ich den Feierabend in erster Linie mit Erwerbsarbeit? Haus- und Care-Arbeit daheim folgen ja nicht den festgelegten Wochenstunden, da kann man sich nicht einfach rausnehmen. Vielleicht seine eigene Form des Feierabends finden, schließlich laufen wir nicht pausenlos...deswegen: einen Moment erleichtert ausatmen, Feierabend sagen und in den Himmel schauen. Diesen Minimoment kann alles andere ja wohl mal warten. Schönen Feierabend allerseits.