Fotografieren fürs Gemüt

Ein Sammelalbum

Fluss

An manchen Tagen ist das Wasser klar, an anderen trüb. Der Wasserstand mal hoch, mal niedrig. Das Getummel am Ufer mal mehr, mal weniger lebendig. Er verändert sich in seiner Fließgeschwindigkeit, wirkt oft so entspannt und plätschernd, dann wieder sturzbachartig aufgewühlt. An manchen Stellen blockieren Stöcke und Unrat seinen Lauf, stauen allerlei Krams an, der da nicht hingehört. An anderen Ecken ist sein Fluss ungehindert frei. In seinen ruhigeren Randgebieten treffen sich die, die von und mit ihm Leben, ernähren sich von dem, was er so mitbringt. Und ich sehe gern dabei zu, wie er sich Tag für Tag gibt, wer sich heute wieder unter der Brücke sehen lässt.

Wasser steht für Emotionen, taugt als Spiegel für die Gefühlswelt und so nimmt das Flüsschen auch meine mit. Sammelt sie, klärt sie, trägt sie fort und spült neue ran. Verändert sich, wie sich auch die Stimmungen verändern. Und trägt durch seine Anwesenheit dazu bei, dass ich mich in meiner Wahlheimatstadt besonders wohl fühle. Genau wie die gefiederten Freunde. Nah am Wasser gebaut. Unbedingt.