Fotografieren fürs Gemüt

Ein Sammelalbum

Leerlaufen

Wenn im unruhigen Gedankengewusel nix mehr hilft, hilft laufen. Gehen und gucken. Das Bewegen von Beinen und Füßen, am besten inmitten von Natur, mit ausladenden Armbewegungen und einladendem Blick. Möge etwas meine Aufmerksamkeit nehmen, bitte. Es braucht seine Zeit, ich gehe und gehe, denke und denke, an Arbeit und andere Menschen und all das, was hier draußen jetzt nun wirklich nichts verloren hat.

"Was soll ich im Wald, wenn ich dabei an etwas denke, das nicht Wald ist?" fragt Thoreau.

Genau, guter Punkt. Gilt meiner Ansicht nach genauso für Feld und Park und jedes andere Stückchen Natur, das bewusst erlebt werden will. Deswegen gehe ich ja schließlich dorthin, um mich dran zu freuen, mich zu sammeln und mich schließlich, im besten Fall und in bestgemeinter Art und Weise, leer zu laufen. Um wieder Platz zu haben, für das, was wirklich gesehen und getan werden will. Sinnvoll. Mit allen Sinnen eben. Nicht nur in Gedanken.